Schafe auf der Weide

Presse

38. Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“

Abschlussveranstaltung in Mittelangeln mit Ziehung der Gewinner

Auch wenn die Witterung noch nicht so ganz winterlich ist – aber spätestens seit der Zeitumstellung auf Winterzeit merkt man die dunkle Jahreszeit: viele Wege müssen nun in der Dunkelheit oder zumindest in der Dämmerung zurückgelegt werden – und oft ist sogar noch zusätzlich Nebel dabei. Während Fahrzeuge beleuchtet fahren, bewegen sich die Fußgänger ohne Lichtquelle und sind daher besonders gefährdet. Gerade für die Kinder im Straßenverkehr wird daher morgens schon der Weg zur Schule in Nebel und Dunkelheit gefährlich.

Seit August ist ein neuer Jahrgang Schulanfänger = Verkehrsanfänger auf den Schulwegen unterwegs. Für sie ist die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ als landesweite Schutzmaßnahme konzipiert.

Es geht darum, zu erkennen, wie wichtig helle Kleidung und reflektierende Materialien für die eigene Sicherheit sind, und dieses Wissen dann praktisch in einem landesweiten Preisausschreiben einzusetzen.

In der Abschlußveranstaltung in der Regenbogenschule in Satrup, Amt Mittelangeln, wurden für die drei ersten Klassen jeweils die Sieger gezogen – für sie gab es jeweils einen Gutschein über 25,00 € von der LVW.

Die Landesverkehrswacht hat daneben für jeweils drei teilnehmende Schulklassen pro Kreis jeweils 50,00 € für die Klassenkasse ausgelobt.

Die Verkehrssicherheitsaktion unter dem Dach der Landeskampagne „Sicher kommt an!“ stand  auch in diesem Jahr wieder unter der Schirmherrschaft des Verkehrsministers.

Präsident Dietmar Benz von der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein freute  sich bei der Siegerehrung in Satrup über die wieder Rücklaufquote beim Wettbewerb. Er erläuterte aber auch, dass angesichts der Zahl verunfallter Kinder im Straßen­verkehr diese –  und weitere Verkehrssicher­heitsmaß­nahmen –  weiterhin nötig seien, auch wenn es insgesamt einen positiven Trend zu weniger Unfällen gebe. Das gilt nicht für Unfälle mit Kindern: die Anzahl der verunfallten Kinder stieg im letzten Jahr um 15 auf 1.378 Kinder an.. Damit war jeder 11. verunglückte Verkehrsteilnehmer ein Kind.

Für Fußgänger und Radfahrer ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, nachts  etwa 3 x höher als tagsüber. Bei Regen, Schnee und Blendung auf nasser Straße

kann sich die Gefahr für Fußgänger bis auf das 10fache erhöhen. Besonders gefährdet sind die Kinder auf Schulwegen im Winterhalbjahr.

„Naturbedingte Defizite von Kindern, die sich in spontanen und unberechenbaren Handlungen zeigen, müssen die Älteren ausgleichen“, mahnte LVW-Präsident Dietmar Benz und appellierte daher an die Eltern, gerade in der dunklen Jahreszeit die Kinder als Verkehrsteilnehmer zweckmäßig hell zu kleiden und die Kinder als Radfahrer nur mit einem verkehrs­sicheren Fahr­zeug auf die Straßen zu lassen, dessen Beleuchtung auch einwandfrei funktioniert.

Augen nehmen nachts Informationen sehr selektiv und verspätet auf – was dunkel ist, wird dabei leicht übersehen.

Wer als Autofahrer Sehschwächen bei fehlendem Tageslicht zeigt, sollte zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer deshalb sein Fahrtempo entsprechend einrichten. Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat könnte hierfür folgende Faustformel gelten: 50 m Sicht = max. 50 km/h. Dies bedeutet, so der Dietmar Benz, ggfs. den Verzicht auf zulässige Höchstgeschwindigkeiten sowohl innerorts als auch außerorts.

Preisträger 2019:

Kreis Klasse Schule ORT
Dithmarschen 1b Grundschule am Klev Buchholz
Dithmarschen 1a St.Georg-Schule Heide
Dithmarschen 1 Grundschule Weddingstedt Weddingstedt
Flensburg 1b Falkenbergschule Flensburg
Flensburg 1N Grundschule Friedheim Flensburg
Flensburg 1/2a Schule Ramsharde Flensburg
Hzgt. Lauenburg 1d Grundschule in der Oberstadt Geesthacht
Hzgt. Lauenburg 1c Waldschule Groß Grönau
Hzgt. Lauenburg 1c Grund- und Gemeinschaftsschule Schwarzenbek
Kiel 1a Goethe-Grundschule Kiel
Kiel 1c Reventlouschule Kiel
Kiel 1b Schule am Sonderburger Platz Kiel
Lübeck 1a Luther Schule Lübeck
Lübeck 1a Paul-Gerhardt-Schule Lübeck
Lübeck 1b Schule Tremser Teich Lübeck
Neumünster 1b Gartenstadtschule Neumünster
Neumünster 1b Rudolf-Tonner-Schule Neumünster
Nordfriesland 1/2a Jens-Iwersen-Schule Hattstedt
Nordfriesland 1 Grundschule mit Förderzentrumsteil St. Nicolai Sylt, OT Westerland
Nordfriesland 1/2d Schule am Ostertor Tönning
Ostholstein 1b Otfried-Preußler-Schule Pansdorf
Ostholstein 1c Erich Kästner-Grundschule Stockelsdorf
Ostholstein 1a Grund- /Regionalschule Timmendorfer Strand Timmendorf
Pinneberg 1a Peter-Lunding-Schule Hasloh
Pinneberg 1b Grundschule Heidgraben Heidgraben
Pinneberg 1c Helene-Lange-Schule Pinneberg
Plön 1b Grund- und Gemeinschaftsschule Heikendorf Heikendorf
Plön 1a Breitenauschule Plön
RD-Eck 1a Schule am Eiderwald Flintbek Flintbek
RD-Eck 1d Theodor Storm Dörfergemeinschaftsschule Hademarschen Hanerau-Hademarschen
RD-Eck 1b Hermann-Claudius-Schule Wasbek
SL-Fl 1c Wilhelminenschule Schleswig
SL-Fl E1 Grundschule Treia Treia
SL-Fl 1/2b Grundschule Munkbrarup Wees
Segeberg 1a Heinrich-Rantzau-Schule Bad Segeberg
Segeberg 1a Grund- und Gem.Schule Leezen Leezen
Segeberg 1a Grundschule Gottfried-Keller-Straße Norderstedt
Steinburg 1a Grundschule Hohenlockstedt Hohenlockstedt
Steinburg 1a Ernst-Moritz-Arndt-Schule Itzehoe
Steinburg 1 Liliencronschule Lägerdorf
Stormarn 1b Grundschule West Bad Oldesloe
Stormarn 1d Grundschule Tannenweg Glinde
Stormarn 1b Grundschule Stapelfeld Stapelfeld
Sonderpreis:
Lübeck 1a Schule Falkenfeld Lübeck
Lübeck 1a Schule Roter Hahn Lübeck

Sichtbarkeit im Visier Verkehrsminister Buchholz eröffnet den Licht-Test 2019

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit liegt das Augenmerk bei Verkehrskontrollen auf der Beleuchtung der Fahrzeuge – die Blender werden aus dem Verkehr gezogen. Wer sichergehen will, dass sein Fahrzeug im einwandfreien Zustand ist, sollte also vorher Scheinwerfer und Co. beim Licht-Test in einem Mitgliedsbetrieb der Kfz-Innungen überprüfen lassen.

Der diesjährige Licht-Test wurde am 30. September von Verkehrsminister Bernd Buchholz eröffnet. Mit dabei waren Michael Ihle (Landespressesprecher Kfz-Gewerbe Schleswig-Holstein), Elisabeth Pier (Geschäftsführerin Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein), Jan-Nikolas Sontag (Geschäftsführer Verband des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein) und Uwe Thöming (Landespolizeiamt).

Warum der Licht-Test heute noch von so großer Bedeutung ist, erklärt der Verkehrsprofi Uwe Thöming: „Der Lichttest leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, denn einwandfreies Licht verringert das Unfallrisiko. Besonders gefährlich sind Defekte bei der Beleuchtung nach vorne. Sowohl zu hoch, als auch zu tief eingestellte Scheinwerfer können schnell zu kritischen Verkehrssituationen führen.“ Elisabeth Pier von der Landesverkehrswacht bestätigt das: „Im Morgengrauen, genauso wie am frühen Abend haben wir ein erhöhtes Verkehrsaufkommen – und in der Dunkelheit bzw. Dämmerung ereignen sich mehr Unfälle. Die Verkehrssicherheit jedes einzelnen könnte enorm gesteigert werden, wenn es weniger „Blender und Einäugige“ auf den Straßen gäbe.“ Da hilft der jährliche kostenlose Licht-Test. Die Bilanz aus dem vergangenen Jahr gibt allerdings für Schleswig-Holstein noch keine Entwarnung: fast 40% der Fahrzeuge hatten Mängel an der Lichtanlage, so waren z. B. bei fast jedem dritten Fahrzeug die Hauptscheinwerfer defekt.

„Das lässt sich oft schnell (und kostenlos) beheben,“ weiß Michael Ihle, „nur wenn Ersatzteile eingebaut oder umfangreiche Einstellarbeiten notwendig sind, fallen Kosten an.“ Insofern ist mit wenig Aufwand ein enorm großer Effekt für die Sicherheit auf den herbstlichen Straßen erreicht. Ein guter Grund, warum Verkehrsminister Buchholz gerne der Aktion den Rücken stärkt: Trotz allen technischen Fortschritts ist leider kein Trend zur Besserung der Mängelquote erkennbar. Die Aktion Licht-Test hilft, die Notwendigkeit einer einwandfreien Fahrzeugbeleuchtung in Erinnerung zu rufen. Jeder sollte sich klarmachen, dass das im Zweifel sogar lebensnotwendig sein kann.“ so Buchholz. Mit großen Bannern an Autobahnbrücken wird zusätzlich auf die Verkehrssicherheitsaktion aufmerksam gemacht.

Damit Autofahrer sicher unterwegs sind, sollten sie ihr Licht am Auto checken lassen – auch an Kleinlastern und Nutzfahrzeugen! Vom 1. bis 31. Oktober ist der Licht-Test kostenlos in allen Meisterbetrieben der Kfz-Innungen in ganz Schleswig-Holstein.

Auftaktveranstaltung: Prüfung für den „Fahrradführerschein“ in Bad Segeberg

Rund um die Heinrich-Rantzau-Schule in Bad Segeberg gab es heute ungewohnte Betriebsamkeit rund um das Fahrrad: für 100 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen stand heute die praktische Prüfung für den Fahrradführerschein an.

Diese Fahrradprüfung in Bad Segeberg ist die landesweite Auftaktveranstaltung der Aktion Sattelfest für das Schuljahr 2019/2020.

Jedes Jahr legen rd. 27.000 Schüler/innen aller 4. Klassen an schleswig-holsteinischen Grundschulen eine theoretische und fahrpraktische Ausbildung für den sogenannten „Fahrradführerschein“ ab.

Die Heinrich-Rantzau-Schule in Bad Segeberg richtete in diesem Jahr in Zu­sammen­arbeit mit Polizeiverkehrs­lehrer Schlichting   die offizielle Sattelfest-Veranstaltung für die Landes­verkehrs­wacht Schleswig-Holstein aus mit der praktischen Fahrprüfung und der dazugehörigen Aktion „Pass auf: toter Winkel“. Durchgeführt wurde die Aktion „Toter Winkel“ durch die Unterstützung des Wege-Zweckverband Bad Segeberg.

Ebenso wurden die Kinder auf die Gefahren der Handy-Nutzung im Straßenverkehr aufmerksam gemacht und erhielten Briefe „weil ich euch liebe“ für ihre Eltern. Darin können sie ihre Eltern bitten, sich ebenfalls im Straßenverkehr nicht durch das Handy ablenken zu lassen.

Die schulische Radfahrausbildung erreicht mit dem Fahrradführerschein für die 4. Klassen einen wichtigen Markstein: ab jetzt sind die Schülerinnen und Schüler fit, sich eigenverantwortlich mit dem Fahrrad im Verkehr zu bewegen. Die Landesverkehrswacht legt deswegen auch großen Wert darauf, dass die Fahrradprüfung in der Regel im öffentlichen Verkehrsraum abgenommen wird. Allerdings kann die Prüfung auch im geschützten Bereich eines Verkehrsübungsplatzes abgelegt werden, damit wirklich alle Kinder eines Jahrganges den Fahrradführerschein machen können.

Diese wichtige Verkehrssicherheitsmaßnahme wird im Rahmen der Landeskampagne „Sicher kommt an!“ vom Verkehrsministerium gefördert. Finanzieller Hauptträger für das gesamte Radfahrprüfungsmaterial (Prüfbögen, Ausweise, Aufkleber) in Schleswig-Holstein ist die Provinzial Nord. Polizeibeamte führen die Prüfungen an den Schulen durch.

Beweg­grund aller Partner ist das hohe Unfallrisiko Rad fahrender Kinder in Schleswig-Holstein. „Schleswig-Holstein verfügt über ein gut ausgebautes Radwegenetz. Gleichwohl sind die Kinder hierzulande als Radfahrer hoch gefährdet. Die Zahl der verunfallten jugendlichen Radfahrer ist im letzten Jahr mit 650 Kindern wieder um 18 Kinder angestiegen und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 2,8 %. Diese Zahlen betonen die Notwendigkeit einer guten Radfahrausbildung in den 4. Klassen“, betonte Dietmar Benz, Präsident der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, den hohen Stellenwert der Aktion.

“Wenn durch unser Engagement nur ein Kind weniger verunglückt, haben wir unglaublich viel erreicht”, unterstrich Marlis Stagat, Bezirkskommissarin der Provinzial in Bad Segeberg die Bedeutung der Aktion. “Unser Dank geht an alle Mitwirkenden: an die Polizei, an die engagierten Lehrer, die die Kinder im Unterricht auf diese Prüfung vorbereitet haben und an alle Eltern, die mitgeholfen haben.  Jede Unterstützung zugunsten der Sicherheit unserer Kinder zählt. Da wir uns als öffentlicher Versicherer der Region und den Menschen hier verbunden fühlen, unterstützen wir diese wichtige Aktion bereits seit 1991”, sagte Marlis Stagat.

Alle teilnehmenden  Kinder erhielten von Marlis Stagat, Provinzial, ein reflektierendes Klackband, und die Heinrich-Rantzau-Schule in Bad Segeberg von der Landesverkehrswacht als Dankeschön für die Ausrichtung der Veranstaltung einen Verkehrsteppich mit Zubehör für die praktische Vorbereitung bei der Radfahrausbildung

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