Schafe auf der Weide

Presse

50 Dialog Displays für Schleswig-Holstein – Aktion von Verkehrsministerium und Landesverkehrswacht

„Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium Schleswig-Holstein startet die Landesverkehrswacht   eine Aktion für mehr Verkehrssicherheit innerhalb geschlossener Ortschaften.  Im Rahmen dieser Aktion erhalten 50 Kommunen kostenfrei ein Dialog-Display incl. Auswertungssoftware um an besonders gefährdeten Stellen die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu motivieren. Damit wollen wir mehr Verkehrssicherheit innerorts erreichen“ stellt die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier, die Aktion vor.

Im Jahr 2020 ereigneten sich 69,2 % der Verkehrsunfälle auf dem schleswig-holsteinischen Straßennetz (ohne Autobahnen) innerhalb geschlossener Ortschaften. 71,4 % der Leichtverletzen und 51,3 % der Schwerverletzten verunglückten innerorts. 26 Menschen erlitten tödliche Verletzungen. Überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit zählt – auch innerorts – nach wie vor zu den Hauptunfallursachen im Straßenverkehr.

Hier setzt die gemeinsame Aktion von Verkehrsministerium und Landesverkehrswacht an: Geschwindigkeitsanzeigen – hier sog. Dialog-Displays – unterstützen nachweislich die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für die gefahrenen Geschwindigkeiten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dialog-Displays werden vielerorts bereits mit großem Erfolg eingesetzt. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) sieht in der Nutzung von Dialog-Displays des Lob-und-Tadel-Prinzips ein adäquates Mittel, um innerhalb geschlossener Ortschaften verträgliche Geschwindigkeiten in sensiblen Bereichen, z. B. vor sozialen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, zu unterstützen.

Die Dialog-Displays zeigen dem Verkehrsteilnehmer einen Smiley und/oder vorprogrammierte Texte wie „Danke“ oder „zu schnell“. Nach Bedarf könne auch Grafiken wie Verkehrsschilder, eigene Texte oder die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt werden. Die Auswertungssoftware wird mitgeliefert, so dass Verhaltensänderungen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden können.

Im Rahmen der Aktion haben die Gemeinden und Städte in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, sich für ein Dialog-Display bis zum 30. September 2021 zu bewerben. Gehen mehr als 50 Bewerbungen ein, so werden die Displays im Losverfahren vergeben.

Einschulung mit dem „kleinen Zebra“

Erstklässler erhalten Materialien zur Verkehrserziehung

Viel Aufregung rund um die Parkschule in Gettorf. 110 Kinder sind mit ihrem neuen Ranzen zur Einschulung gekommen. Sie erhalten die Materialien zum „Kleinen Zebra“, das die Kinder an den sicheren Schulweg heranführen soll.

Diese offizielle Übergabe der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, die seit vielen Jahren mit finanzieller Unterstützung der Sparkassen an alle Kinder, die in die Schule kommen, das Verkehrsübungsheft „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“ verteilt, findet heute mit der Förde Sparkasse und dem Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein statt.

Für rd. 26.000 Schulanfänger in Schleswig-Holstein beginnt heute der Ernst des Lebens. Und der besteht nicht nur darin, früh aufzustehen und pünktlich in der Schule zu sein. Er besteht  ganz wesentlich auch darin, sich im Abenteuer „Straßenverkehr“ richtig zu verhalten um heil zur Schule und zurück zu kommen. Die kleinen Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger und bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr. Sie können Entfernung und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Sie sind leicht zu übersehen und können selbst nicht über parkende Autos hinwegschauen. Zudem lassen sich Kinder leicht ablenken.

Aus diesem Grund versorgen Landesverkehrswacht und Sparkassen alle Kinder der 1. Klassen in Schleswig-Holstein mit dem Lernheft „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“. Spielerisch werden unterschiedlichste typische Situationen im Straßenverkehr, insbesondere auf dem Schulweg vermittelt und damit ein wichtiger Beitrag zur Verkehrserziehung geleistet. Die Lernbroschüre soll von den Lehrkräften zu Beginn der Schulzeit zur Verkehrserziehung innerhalb des Unterrichtes genutzt werden.

„Auch in der Schule sollen die Kinder gleich von Anfang an das sichere Verhalten im Straßenverkehr lernen. Mit geeigneten Materialien und unter Anleitung der Lehrkräfte ist die Verkehrserziehung ein wichtiger Baustein für die Sicherheit im Straßenverkehr“, betont Elisabeth Pier, geschäftsführende Vize-Präsidentin der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein. Dafür hat die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“ entwickelt.

An der zentralen Einschulungsveranstaltung in Gettorf nahm Staatsekretär Dr. Thilo Rohlfs vom Landes-Verkehrsministerium teil. Er dankte der Landesverkehrswacht und allen Beteiligten für ihr großes Engagement. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die kleinen Verkehrsteilnehmer bestmöglich auf den Schulweg vorzubereiten“, betonte Rohlfs. Die Entwicklung in der Kinderunfallstatistik ist erfreulicherweise positiv. Er appellierte an die Eltern, anstatt das „Elterntaxi“ zu nutzen, lieber immer wieder mit den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben.

Seit vielen Jahren sind die Sparkassen ein verlässlicher Partner der Landesverkehrswacht und fördern das Verkehrserziehungsprojekt  seit Anbeginn.

„Das kleine Zebra auf dem Schulweg‘ vermittelt den Erstklässlern spielerisch, wie sie sich richtig kleiden, wie sie gefahrlos die Straße überqueren und sich richtig im Auto oder Schulbus verhalten. Kindern wie Eltern die nötige Sicherheit zu geben, um einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit gemeinsam zu meistern und schon die Jüngsten zu verantwortungsvollen und selbstbewussten Verkehrsteilnehmern zu machen, ist uns seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Jeder Euro, den wir in die Sicherheit unserer Jüngsten investieren, ist ein gut investierter Euro“, begründet Gyde Opitz das langjährige Engagement der Sparkassen.

Daher erhalten alle Schulanfänger zusätzlich von der Sparkasse leuchtend gelbe Ranzenüberzieher, die nicht nur die Ranzen vor Nässe schützen, sondern vor allem die Verkehrsanfänger auch im Straßenbild sichtbarer machen.

Dazu gibt es für jede Familie das Elternheft „Weil Kinder keine Bremse haben“, das die Eltern auf die besonderen Gefahrensituationen für Kinder im Straßenverkehr aufmerksam macht. Damit können Eltern mit ihren Kindern gezielte Verkehrserziehung – abgestellt auf den eigenen Schulweg – betreiben. Denn trotz aller Gefahren im Straßenverkehr ist es wichtig, dass Kinder lernen, den Weg zur Schule oder nachmittags zu Freunden selbst zu bewältigen. Jeder selbst gemeisterte Weg bringt wichtige Erfahrungen mit sich und schult das eigene Verkehrsverhalten. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Eltern anstatt das „Elterntaxi“ zu nutzen lieber immer wieder mit ihrem Nachwuchs das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben.

Ein weiterer Bestandteil der Aktion sind die Einschulungsplakate „Schulanfänger = Verkehrsanfänger“, die überall im Straßenbild zu sehen sind und die Autofahrer zur besonderen Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auffordern.

Insgesamt wendet die Landesverkehrswacht alljährlich für die Aktion 40.000 € auf, die von den Sparkassen mit 25.000 € und vom Verkehrsministerium im Rahmen der Landes­kampagne „Sicher kommt an!“ mit 10.000 € unterstützt werden.

39. Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“

39. Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“

Gewinner stehen fest

Auch in diesem ungewöhnlichen Jahr haben wir wieder die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ und die Gewinner gezogen. Denn auch wenn die Witterung noch nicht so ganz winterlich ist – aber spätestens seit der Zeitumstellung auf Winterzeit merkt man die dunkle Jahreszeit: viele Wege müssen nun in der Dunkelheit oder zumindest in der Dämmerung zurückgelegt werden – und oft ist sogar noch zusätzlich Regen oder Nebel dabei. Während Fahrzeuge beleuchtet fahren, bewegen sich die Fußgänger ohne Lichtquelle und sind daher besonders gefährdet. Gerade für die Kinder im Straßenverkehr wird daher morgens schon der Weg zur Schule in Nebel und Dunkelheit sehr gefährlich.

Seit August ist ein neuer Jahrgang Schulanfänger = Verkehrsanfänger auf den Schulwegen unterwegs. Für sie ist die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ als landesweite Schutzmaßnahme konzipiert.

Es geht darum, zu erkennen, wie wichtig helle Kleidung und reflektierende Materialien für die eigene Sicherheit sind, und dieses Wissen dann praktisch in einem landesweiten Preisausschreiben einzusetzen.

Die Verkehrssicherheitsaktion unter dem Dach der Landeskampagne „Sicher kommt an!“ stand auch in diesem Jahr wieder unter der Schirmherrschaft des Landes-Verkehrsministeriums.

Die Landesverkehrswacht hat für jeweils drei teilnehmende Schulklassen pro Kreis jeweils 50,00 € für die Klassenkasse ausgelobt. Die Gewinnerklassen wurden Corona-bedingt anders als in den Vorjahren in der Landesgeschäftsstelle gezogen. Alle Gewinner wurden inzwischen benachrichtigt und können ihren Preis daher noch vor der Weihnachtspause erhalten.

Projekte

  • Für Eltern und Kinder
  • Für junge Menschen
  • Für ältere Menschen
  • Für Lehrer und Erzieher
  • Für Kraftfahrer

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Nächste Veranstaltungen

  1. Sicherheit durch Sichtbarkeit

    6. Dezember 2021

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