Schafe auf der Weide
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Einschulung mit dem „kleinen Zebra“

Erstklässler erhalten Materialien zur Verkehrserziehung

Viel Trubel auf den Straßen in dem sonst so beschaulichen Rantrum in Nordfriesland: viele Schulanfänger sind erstmals mit ihrem Ranzen und einer großen Schultüte unterwegs zur Schule. Begleitet von ihren Familien starten sie als Erstklässler in den sog. Ernst des Lebens. Dazu gehört neben dem Lernen von Rechnen, Schreiben und Lesen auch der sichere Schulweg.

Ein Plüschzebra als Handpuppe für die Klassenlehrerin, grellgelbe Ranzenüberzieher und vor allem für jedes Kind ein Arbeitsheft „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“, das die Kinder an den sicheren Schulweg heranführen soll.– diese Materialien gibt es heute in der Grundschule Rantrum für die 35 Kinder der 1. Klassenstufe.

Für ihre Eltern gibt es dazu ein begleitendes Elternheft „Weil Kinder keine Bremse haben“.

Die offizielle Übergabe dieser Materialien, die die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein seit vielen Jahren mit finanzieller Unterstützung der Sparkassen an alle Kinder, die in die Schule kommen verteilt, findet heute mit Vertretern von Land Schleswig-Holstein und der Sparkassen stellvertretend für das ganze Land in Rantrum statt.

Für rd. 28.000 Schulanfängerinnen und Schulanfänger in Schleswig-Holstein hat der Ernst des Lebens begonnen. Und der besteht nicht nur darin, früh aufzustehen und pünktlich in der Schule zu sein. Er besteht wesentlich auch darin, sich im „Abenteuer Straßenverkehr“ richtig zu verhalten um immer heil zur Schule und zurückzukommen. Die kleinen Schulanfängerinnen und Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger und bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr. Sie können Entfernung und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Sie sind leicht zu übersehen und können selbst nicht über parkende Autos hinwegschauen. Zudem lassen sich Kinder leicht ablenken.

Aus diesem Grund versorgen Landesverkehrswacht und Sparkassen alle Kinder der 1. Klassen in Schleswig-Holstein mit dem Lernheft „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“. Spielerisch werden unterschiedlichste typische Situationen im Straßenverkehr, insbesondere auf dem Schulweg vermittelt und damit ein wichtiger Beitrag zur Verkehrserziehung geleistet. Die Lernbroschüre soll von den Lehrkräften zu Beginn der Schulzeit zur Verkehrserziehung innerhalb des Unterrichtes genutzt werden.

„Auch in der Schule sollen die Kinder gleich von Anfang an das sichere Verhalten im Straßenverkehr lernen. Mit geeigneten Materialien und unter Anleitung der Lehrkräfte ist die Verkehrserziehung ein wichtiger Baustein für die Sicherheit im Straßenverkehr“, betont Lars Peter Kayser, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein. Die  Landesverkehrswacht hat dafür die Aktion „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“ entwickelt.

Seit vielen Jahren sind die Sparkassen ein verlässlicher Partner der Landesverkehrswacht und fördern das Verkehrserziehungsprojekt seit Anbeginn.

„Das kleine Zebra auf dem Schulweg vermittelt den Erstklässlern spielerisch, wie sie sich richtig kleiden, wie sie gefahrlos die Straße überqueren und sich richtig im Auto oder Schulbus verhalten. Kindern wie Eltern die nötige Sicherheit zu geben, um einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit gemeinsam zu meistern und schon die Jüngsten zu verantwortungsvollen und selbstbewussten Verkehrsteilnehmern zu machen, ist uns seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Jeder Euro, den wir in die Sicherheit unserer Jüngsten investieren, ist ein gut investierter Euro“, begründet Angelika Wilcke von der Nospa die langjährige Unterstützung der Sparkassen.

Ergänzend zum Zebra-Arbeitsheft für die Kinder gibt es für jede Familie das Elternheft „Weil Kinder keine Bremse haben“, das die Eltern auf die besonderen Gefahrensituationen für Kinder im Straßenverkehr aufmerksam macht. Damit können Eltern mit ihren Kindern gezielte Verkehrserziehung – abgestellt auf den eigenen Schulweg – betreiben. Denn trotz aller Gefahren im Straßenverkehr ist es wichtig, dass Kinder lernen, den Weg zur Schule oder nachmittags zu Freunden selbst zu bewältigen. Jeder selbst gemeisterte Weg bringt wichtige Erfahrungen mit sich und schult das eigene Verkehrsverhalten.

Ein weiterer Bestandteil der Aktion sind die Einschulungsplakate und die Spannbänder „Schulanfänger = Verkehrsanfänger“, die überall im Straßenbild zu sehen sind, sie sollen die Autofahrer zur besonderen Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auffordern.

Insgesamt wendet die Landesverkehrswacht in diesem Jahr für die Aktion rund 65.000 € auf, die von den Sparkassen mit 40.000 € und vom Verkehrsministerium im Rahmen der Landes­kampagne „Sicher kommt an!“ mit 10.000 € unterstützt werden.

„Pass auf: toter Winkel“ –  Großveranstaltung am Kulturwerk Norderstedt

Provinzial und Landesverkehrswacht warnen vor unterschätzter Gefahr

Auf dem Parkplatz am Kulturwerk in Norderstedt veranstaltet die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein mit Unterstützung der Provinzial heute eine Großveranstaltung im Rahmen der Kampagne „Pass auf : toter Winkel“: Zwölf große LKW stehen gleichzeitig für eine Schulung bereit – und ebenso viele Schulklassen mit insgesamt rund 300 Kindern werden praxisnah und handlungsorientiert an den LKW über die Ursachen der Unfälle des sogenannten „Toten Winkels“ aufgeklärt, um so verkehrssicheres Verhalten zu stärken.

Dazu sind alle LKW mit Planen ausgestattet, die an der Beifahrerseite ausgelegt, die Fläche der Unsichtbarkeit im toten Winkel sichtbar machen. Zusätzlich wird ein Zebrastreifen vor dem LKW ausgelegt, um auch die Gefahren zu verdeutlichen, die beim Queren direkt vor einem LKW warten.

Alle Klassen können mit speziell geschulten Moderatoren „ihren“ LKW besichtigen, mit dem Fahrer sprechen und die Kinder sehen und erleben selbst vom LKW-Fahrersitz aus, wie wenig sie im Bereich des toten Winkels sehen können. Umrahmt werden die Schulungsdurchgänge von den Mitmach-Liedern „Sebastian, der LKW-Fahrer“ und der „Tote Winkel“, die der Liedermacher Grünschnabel (Burkhardt Wegner) im Auftrag der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein für das Projekt „Pass auf: toter Winkel“ erdacht und vertont hat. Diese Lieder liegen für die weitere Nutzung der Schulen auf CD vor.

Die Provinzial Nord Brandkasse unterstützt das Projekt als Partner der Landesverkehrswacht. Während der Auftaktveranstaltung überreichte Christoph Dohr, Hauptabteilungsleiter Schadenprävention im Provinzial Konzern, Warnwesten und Postkartenblocks für jedes Kind: „Die Verkehrssicherheit der Menschen und präventives Verhalten im Land zu fördern, ist uns als öffentlicher Versicherer ein sehr wichtiges Anliegen. Daher unterstützen wir seit über 30 Jahren die Fahrradausbildung der Grundschülerinnen und Grundschüler in Kombination mit dem Projekt „Pass auf: toter Winkel“ aus voller Überzeugung an der Seite unseres Partners, der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein. Wir sind überzeugt, dass die Schulung insbesondere von Kindern und Jugendlichen dazu beiträgt, sie verkehrssicher aufzustellen. Diese praxisnahen Eindrücke nehmen die Verkehrsschüler mit in ihre Familien und zu Freunden und teilen ihren Wissensschatz – denn im Verkehr aufeinander aufzupassen und Rücksicht zu nehmen ist eine Aufgabe für uns alle gemeinsam.“

Die Postkartenblocks greifen das Thema moderne, umweltfreundliche Mobilität auf und ergänzen die Verkehrserziehung der Kinder um weitere Aspekte sicherer Fortbewegung. Sie können in Schulen und Familien genutzt werden, um gemeinsam über Alltagssituationen im Straßenverkehr zu sprechen und den Blick der Kinder für unterschiedliche Perspektiven – ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto – zu schärfen.

Die Aktion erhält zudem Unterstützung vom Landes-Verkehrsministerium. Staatssekretärin Julia Carstens verwies darauf, dass der tote Winkel trotz technischer Hilfsmittel wie Abbiegeassistenzsystemen und zusätzlicher Lkw-Spiegel weiterhin ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstelle. Daher sei die Aufklärung besonders gefährdeter Verkehrsteilnehmer, allen voran von Kindern, von großer Bedeutung. Carstens dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und hob insbesondere das Engagement der Speditionen sowie ihrer Fahrerinnen und Fahrer hervor.

“Pass auf: toter Winkel!“, lautet der Titel einer gemeinsamen Kampagne der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein und der Provinzial Nord Brandkasse, die seit 2015 läuft. Im Rahmen dieses Verkehrssicherheitsprojektes geht die Landesverkehrswacht mit ihren Moderatoren gezielt an die Schulen, um mit Kindern das richtige Verhalten in diesen Situationen zu üben. Diese Schulungen sollen auch in diesem Jahr wieder verstärkt werden, die heutige Auftaktveranstaltung ist hierfür der Startschuss.

Trotz aller Aufklärungsarbeit und aller technischen Erneuerungen, wie zum Beispiel Abbiege-Assistenz-Systeme und Connectivity-Systeme – spielt der sog. „Tote Winkel“ bei allen Fahrzeugarten eine nach wie vor unterschätzte Gefahr. Insbesondere beim Spurwechsel, vor allem aber beim Rechtsabbiegen können die „Tote-Winkel-Zonen“ bei Fahrzeugen zu schweren Unfällen führen. Vornehmlich sind die sog. „ungeschützten Verkehrsteilnehmer“, also Fußgänger und Radfahrer, davon betroffen.

Die Aktion richtet sich gezielt an die Grundschulen sowie die Orientierungsstufe: Auf spielerische, kindgerechte Art sollen die Kinder an die möglichen Gefahrensituationen, die sich generell beim Rechtsabbiegen an Kreuzungen und Einmündungen durch den „Toten Winkel“ ergeben können, herangeführt werden.

Hauptintention ist natürlich, zukünftige Unfälle – verursacht durch den „Toten Winkel“ – im Straßenverkehr zu verhindern.

Dem LKW-Fahrer „Sebastian“ ist auch ein eigener Song auf der CD der Landesverkehrswacht gewidmet, der zweite Song befasst sich dann mit dem eigentlichen Problem „toter Winkel“. Die CD enthält mehrere Fassungen der beiden Lieder, so dass sie neben dem Verkehrsunterricht auch für Musik und Chorgesang oder für spezielle Auftritte genutzt werden können.

Mit dieser Großaktion will die Landesverkehrswacht neben der Schulung der Kinder auch öffentlich auf die Gefahren im „toten Winkel“ aufmerksam machen, denn auch Erwachsene verunfallen jedes Jahr wieder im toten Winkel mit schweren, oft tödlichen Folgen.

(Fotos: WIWIPHOTO & FILM – Ulrich Wirrwa)

„Lastenradfahren mit Köpfchen – Wissen schützt“

Landesverkehrswacht und Provinzial starten Kampagne für sicheres Fahren mit dem Lastenrad

Längst sieht man sie überall im Straßenverkehr, überwiegend in Städten: Eltern, die ihre Kinder mit Lastenrädern in die Kita oder Grundschule bringen. Auch Einkäufe im Supermarkt werden oftmals so transportiert. Eine günstige und klimaschonende Alternative zum Auto, die noch dazu Spaß macht. Größe, Gewicht und Lenkung unterscheiden sich von herkömmlichen Rädern – das stellt besondere Anforderungen an Fahrende.  Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein und Provinzial wollen mit ihrer Kampagne aufklären und Unfällen vorbeugen. Die dafür produzierten kurzen Videoclips wurden heute bei der Auftaktveranstaltung in Kiel vorgestellt. Hauptprotagonist dabei: Der aus dem NDR SH-Magazin bekannte Samir Chawki.

Infomaterialien wie Flyer oder ein gemeinsam mit Comic-Zeichnern gestalteter Postkartenblock gehören ebenso zur Kampagne wie von der Landesverkehrswacht angebotene Lastenradtrainings.

Besondere Umsicht ist insbesondere geboten, wenn Kinder im Lastenrad transportiert werden. Nach dem Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) sind Lastenfahrräder für den Transport von Kindern nicht immer ausreichend geeignet. Eltern nutzen überwiegend dreirädrige Einstiegsmodelle. Diese sind schwer zu fahren und hochgradig kippanfällig. Sie bieten den Kindern bei einem Unfall keinerlei Schutz für Kopf und Oberkörper. Hinzu kommt, dass nicht alle Kinder einen Helm tragen und oft nicht korrekt angegurtet sind.

Claus Ruhe Madsen, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein: „Lastenräder haben ohne Frage viele Vorteile und erlauben Mobilität, die sonst nur mit dem Auto möglich war. Wie bei jedem neuen Fortbewegungsmittel gilt: Das Fahren damit muss gelernt sein, vor allem wenn Kinder damit transportiert werden. Der Verkehrssicherheitsbericht 2025 hat gezeigt, dass mehr Kinder bei Unfällen verletzt wurden. Das müssen wir dringend ändern und deshalb bin ich sehr dankbar, dass mit dieser Kampagne Aufmerksamkeit auf die Sicherheit bei

Lastenfahrrädern gelenkt wird. Ich appelliere an alle Verkehrsteilnehmenden, immer und zu jeder Zeit vorsichtig zu sein und aufeinander zu achten.“ 

Auch das Beladen und Lenken eines Lastenrades will geübt sein. Gefährliche Situationen entstehen durch die Länge und den größeren Wendekreis von Lastenrädern. Beim Longjohn steht der Transportkorb schon mitten auf der Kreuzung, bevor der Querverkehr eingesehen werden kann. Auch der Begegnungsverkehr von breiten Lastenfahrrädern auf Radwegen kann problematisch werden.

Hier im Sinne der Prävention anzusetzen, hält Matthias Naumann, Bevollmächtigter Politik und Öffentlichkeitsarbeit der Provinzial Nord Brandkasse, für besonders wichtig:

„Unsere Devise heißt: Wissen schützt. Die neue Kampagne ergänzt die von uns seit vielen Jahren geförderten Verkehrssicherheitsmaßnahmen der Landesverkehrswacht wie die Aktion Sattelfest, der Fahrradführerschein für Viertklässler, oder die Aktion Toter Winkel, welche Kinder für die Unfallgefahren im Zusammenhang mit abbiegenden Lkws sensibilisiert.“

Lastenrad ist nicht gleich Lastenrad, jedes Modell hat seine eigenen Fahreigenschaften – beim Auftakttermin konnte dies ganz praktisch auf dem Schulhof des Regionalen Berufsbildungszentrums am Schützenpark ausprobiert werden. „Bevor man sich mit einem Lastenrad in den Straßenverkehr wagt, ist es ratsam, sich in einem geschützten Bereich mit dem Gefährt vertraut zu machen und kleine Fahr-, Lenk- und Bremsübungen zu absolvieren. Und das am besten zunächst ohne und dann auch mit Beladung. Die Landesverkehrswacht bietet dazu spezielle Trainings an“, so Elisabeth Pier, Vizepräsidentin, Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein.

Die Aktion „Lastenradfahren mit Köpfchen – Wissen schützt“ greift weitere Themen auf wie Ladungssicherheit, Verkehrsregeln oder rechtliche Aspekte. Sie will aufklären und Unfälle vermeiden, aber auch Lust darauf machen, mit dem Lastenrad Fahrten mit dem Pkw zu ersetzen.