Sattelfest: Auftaktveranstaltung: Prüfung für den „Fahrradführerschein

Rund um die Lüttschool in Drelsdorf gab es heute ungewohnte Betriebsamkeit rund um das Fahrrad: für 38 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen aus Drelsdorf und Joldelund stand heute die praktische Prüfung für den Fahrradführerschein an. Nach der langen „Corona-Pause“ endlich wieder eine Veranstaltung im üblichen Rahmen und mit vielen Gästen. Neben Michael Pirschel, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium, Nordfrieslands Kreispräsident Manfred Ueckermann und Hauke Möller als Vertreter des Sponsors Provinzial konnten Schulleiterin Gesa Krause und Elisabeth Pier, LVW Vizepräsidentin, weitere Gäste und insbesondere Eltern begrüßen, die bei der Bewertung der praktischen Prüfung als Aufsichtsposten mitgeholfen haben.

Diese Fahrradprüfung in Drelsdorf ist die landesweite Auftaktveranstaltung der Aktion Sattelfest für das Schuljahr 2021/2022.

Jedes Jahr legen rd. 27.000 Schüler/innen aller 4. Klassen an schleswig-holsteinischen Grundschulen eine theoretische und fahrpraktische Ausbildung für den sogenannten „Fahrradführerschein“ ab.

Die Lüttschool in Drelsdorf richtete in diesem Jahr in Zu­sammen­arbeit mit Polizeiverkehrs­lehrern Hans-Jörg Schreiber und Stefan Lukas  die offizielle Sattelfest-Veranstaltung für die Landes­verkehrs­wacht Schleswig-Holstein aus mit der praktischen Fahrprüfung und der dazugehörigen Aktion „Pass auf: toter Winkel“.

Die schulische Radfahrausbildung erreicht mit dem Fahrradführerschein für die 4. Klassen einen wichtigen Markstein: ab jetzt sind die Schülerinnen und Schüler fit, sich eigenverantwortlich mit dem Fahrrad im Verkehr zu bewegen. Die Landesverkehrswacht legt deswegen auch großen Wert darauf, dass die Fahrradprüfung in der Regel im öffentlichen Verkehrsraum abgenommen wird. Allerdings kann die Prüfung auch im geschützten Bereich eines Verkehrsübungsplatzes abgelegt werden, damit wirklich alle Kinder eines Jahrganges den Fahrradführerschein machen können.

Diese wichtige Verkehrssicherheitsmaßnahme wird im Rahmen der Landeskampagne „Sicher kommt an!“ vom Verkehrsministerium gefördert. Finanzieller Hauptträger für das gesamte Radfahrprüfungsmaterial (Prüfbögen, Ausweise, Aufkleber) in Schleswig-Holstein ist die Provinzial. Polizeibeamte führen die Prüfungen an den Schulen durch.

Beweg­grund aller Partner ist das hohe Unfallrisiko Rad fahrender Kinder in Schleswig-Holstein. „Schleswig-Holstein verfügt über ein gut ausgebautes Radwegenetz. Gleichwohl sind die Kinder hierzulande als Radfahrer hoch gefährdet. Die Zahl der verunfallten Kinder ist zwar insgesamt zurück gegangen, jedoch ist die Zahl der verunglückten radfahrenden Kinder bis zur Radfahrprüfung um 17,6 % gestiegen. Danach, ab dem Alter von 10 bis 15 Jahren sank die Zahl der verunglückten Radfahrer dagegen wieder um 10,5 %.

Diese Zahlen betonen die Notwendigkeit einer guten Radfahrausbildung in den 4. Klassen“, betonte Elisabeth Pier, Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, den hohen Stellenwert der Aktion.

Wir freuen uns, dass heute endlich wieder in einer gemeinsamen Veranstaltung mit allen Partnern und vor allem mit unseren heutigen 38 Prüflingen aus den beiden vierten Klassen der Startschuss zu Sattelfest gefallen ist und damit die Fahrradausbildung der Kinder in diesem Schuljahr wieder an allen Grundschulen in Schleswig-Holstein aktiv fortgeführt wird. Die schwierige Corona-Zeit hat uns alle vor Herausforderungen gestellt und ohne kleine oder gar große Veranstaltungen auch die Schulung der Kinder im Bereich Verkehrserziehung nicht immer einfach gemacht. Umso mehr möchten wir uns hier heute bei allen Partnern und engagierten Mitwirkenden wie Lehrern, Eltern und Polizei bedanken, die trotz aller Herausforderungen dafür sorgen, dass die Viertklässler “sattelfest“ auf den Verkehr vorbereitet werden können.

Jedes Kind, das wir gemeinsam präventiv auf den herausfordernden Straßenverkehr vorbereiten und somit vor Unfällen schützen können, ist ein riesiger Erfolg für diese gemeinsame Aktion, die wir seit über 20 Jahren aus voller Überzeugung unterstützen.

 Das Engagement für die Menschen vor Ort steht für uns als öffentlicher Versicherer der Region an erster Stelle. Hier betreuen unsere Bezirkskommissare Michael Thomsen und Bernd Carstensen unsere Kunden. Und heute ist auch ihr Mitarbeiter Christian Schnoor hier mit dabei. Wir standen und stehen auch weiterhin kontinuierlich an der Seite unserer Partner und werden diese wichtige  Aktion „Sattelfest in Schleswig-Holstein“ auch zukünftig unterstützen“, unterstrich Hauke Möller, Abteilungsleiter Kommunen in der Provinzial Nord Brandkasse die Bedeutung der Aktion.

Alle teilnehmenden  Kinder erhielten von Christian Schnoor, Mitarbeiter der Provinzialagentur Bredstedt, ein reflektierendes Klackband, und die Lüttschool in Drelsdorf von der Landesverkehrswacht als Dankeschön für die Ausrichtung der Veranstaltung Wippstangen für den Fahrradparcours bei der praktischen Vorbereitung bei der Radfahrausbildung.

50 Dialog Displays für Schleswig-Holstein – Aktion von Verkehrsministerium und Landesverkehrswacht

„Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium Schleswig-Holstein startet die Landesverkehrswacht   eine Aktion für mehr Verkehrssicherheit innerhalb geschlossener Ortschaften.  Im Rahmen dieser Aktion erhalten 50 Kommunen kostenfrei ein Dialog-Display incl. Auswertungssoftware um an besonders gefährdeten Stellen die Verkehrsteilnehmer zur Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu motivieren. Damit wollen wir mehr Verkehrssicherheit innerorts erreichen“ stellt die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier, die Aktion vor.

Im Jahr 2020 ereigneten sich 69,2 % der Verkehrsunfälle auf dem schleswig-holsteinischen Straßennetz (ohne Autobahnen) innerhalb geschlossener Ortschaften. 71,4 % der Leichtverletzen und 51,3 % der Schwerverletzten verunglückten innerorts. 26 Menschen erlitten tödliche Verletzungen. Überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit zählt – auch innerorts – nach wie vor zu den Hauptunfallursachen im Straßenverkehr.

Hier setzt die gemeinsame Aktion von Verkehrsministerium und Landesverkehrswacht an: Geschwindigkeitsanzeigen – hier sog. Dialog-Displays – unterstützen nachweislich die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für die gefahrenen Geschwindigkeiten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dialog-Displays werden vielerorts bereits mit großem Erfolg eingesetzt. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) sieht in der Nutzung von Dialog-Displays des Lob-und-Tadel-Prinzips ein adäquates Mittel, um innerhalb geschlossener Ortschaften verträgliche Geschwindigkeiten in sensiblen Bereichen, z. B. vor sozialen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, zu unterstützen.

Die Dialog-Displays zeigen dem Verkehrsteilnehmer einen Smiley und/oder vorprogrammierte Texte wie „Danke“ oder „zu schnell“. Nach Bedarf könne auch Grafiken wie Verkehrsschilder, eigene Texte oder die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt werden. Die Auswertungssoftware wird mitgeliefert, so dass Verhaltensänderungen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden können.

Im Rahmen der Aktion haben die Gemeinden und Städte in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, sich für ein Dialog-Display bis zum 30. September 2021 zu bewerben. Gehen mehr als 50 Bewerbungen ein, so werden die Displays im Losverfahren vergeben.

Einschulung mit dem „kleinen Zebra“

Erstklässler erhalten Materialien zur Verkehrserziehung

Viel Aufregung rund um die Parkschule in Gettorf. 110 Kinder sind mit ihrem neuen Ranzen zur Einschulung gekommen. Sie erhalten die Materialien zum „Kleinen Zebra“, das die Kinder an den sicheren Schulweg heranführen soll.

Diese offizielle Übergabe der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, die seit vielen Jahren mit finanzieller Unterstützung der Sparkassen an alle Kinder, die in die Schule kommen, das Verkehrsübungsheft „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“ verteilt, findet heute mit der Förde Sparkasse und dem Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein statt.

Für rd. 26.000 Schulanfänger in Schleswig-Holstein beginnt heute der Ernst des Lebens. Und der besteht nicht nur darin, früh aufzustehen und pünktlich in der Schule zu sein. Er besteht  ganz wesentlich auch darin, sich im Abenteuer „Straßenverkehr“ richtig zu verhalten um heil zur Schule und zurück zu kommen. Die kleinen Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger und bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr. Sie können Entfernung und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Sie sind leicht zu übersehen und können selbst nicht über parkende Autos hinwegschauen. Zudem lassen sich Kinder leicht ablenken.

Aus diesem Grund versorgen Landesverkehrswacht und Sparkassen alle Kinder der 1. Klassen in Schleswig-Holstein mit dem Lernheft „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“. Spielerisch werden unterschiedlichste typische Situationen im Straßenverkehr, insbesondere auf dem Schulweg vermittelt und damit ein wichtiger Beitrag zur Verkehrserziehung geleistet. Die Lernbroschüre soll von den Lehrkräften zu Beginn der Schulzeit zur Verkehrserziehung innerhalb des Unterrichtes genutzt werden.

„Auch in der Schule sollen die Kinder gleich von Anfang an das sichere Verhalten im Straßenverkehr lernen. Mit geeigneten Materialien und unter Anleitung der Lehrkräfte ist die Verkehrserziehung ein wichtiger Baustein für die Sicherheit im Straßenverkehr“, betont Elisabeth Pier, geschäftsführende Vize-Präsidentin der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein. Dafür hat die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“ entwickelt.

An der zentralen Einschulungsveranstaltung in Gettorf nahm Staatsekretär Dr. Thilo Rohlfs vom Landes-Verkehrsministerium teil. Er dankte der Landesverkehrswacht und allen Beteiligten für ihr großes Engagement. „Unser gemeinsames Ziel ist es, die kleinen Verkehrsteilnehmer bestmöglich auf den Schulweg vorzubereiten“, betonte Rohlfs. Die Entwicklung in der Kinderunfallstatistik ist erfreulicherweise positiv. Er appellierte an die Eltern, anstatt das „Elterntaxi“ zu nutzen, lieber immer wieder mit den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben.

Seit vielen Jahren sind die Sparkassen ein verlässlicher Partner der Landesverkehrswacht und fördern das Verkehrserziehungsprojekt  seit Anbeginn.

„Das kleine Zebra auf dem Schulweg‘ vermittelt den Erstklässlern spielerisch, wie sie sich richtig kleiden, wie sie gefahrlos die Straße überqueren und sich richtig im Auto oder Schulbus verhalten. Kindern wie Eltern die nötige Sicherheit zu geben, um einen weiteren Schritt in die Selbständigkeit gemeinsam zu meistern und schon die Jüngsten zu verantwortungsvollen und selbstbewussten Verkehrsteilnehmern zu machen, ist uns seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen. Jeder Euro, den wir in die Sicherheit unserer Jüngsten investieren, ist ein gut investierter Euro“, begründet Gyde Opitz das langjährige Engagement der Sparkassen.

Daher erhalten alle Schulanfänger zusätzlich von der Sparkasse leuchtend gelbe Ranzenüberzieher, die nicht nur die Ranzen vor Nässe schützen, sondern vor allem die Verkehrsanfänger auch im Straßenbild sichtbarer machen.

Dazu gibt es für jede Familie das Elternheft „Weil Kinder keine Bremse haben“, das die Eltern auf die besonderen Gefahrensituationen für Kinder im Straßenverkehr aufmerksam macht. Damit können Eltern mit ihren Kindern gezielte Verkehrserziehung – abgestellt auf den eigenen Schulweg – betreiben. Denn trotz aller Gefahren im Straßenverkehr ist es wichtig, dass Kinder lernen, den Weg zur Schule oder nachmittags zu Freunden selbst zu bewältigen. Jeder selbst gemeisterte Weg bringt wichtige Erfahrungen mit sich und schult das eigene Verkehrsverhalten. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Eltern anstatt das „Elterntaxi“ zu nutzen lieber immer wieder mit ihrem Nachwuchs das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben.

Ein weiterer Bestandteil der Aktion sind die Einschulungsplakate „Schulanfänger = Verkehrsanfänger“, die überall im Straßenbild zu sehen sind und die Autofahrer zur besonderen Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auffordern.

Insgesamt wendet die Landesverkehrswacht alljährlich für die Aktion 40.000 € auf, die von den Sparkassen mit 25.000 € und vom Verkehrsministerium im Rahmen der Landes­kampagne „Sicher kommt an!“ mit 10.000 € unterstützt werden.