Schafe auf der Weide

31. Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ – Abschlussveranstaltung

Abschlußveranstaltung am 06. Dezember 2012 in der Grundschule West in Brunsbüttel

In den zurückliegenden Wochen haben wir es alle bemerkt: es werden viele Wege in der Dunkelheit oder zumindest in der Dämmerung zurückgelegt – und oft war sogar noch zusätzlich Nebel dabei. Während Fahrzeuge beleuchtet fahren, bewegen sich die Fußgänger ohne Lichtquelle und sind daher besonders gefährdet. Gerade für die Kinder im Straßenverkehr wird daher morgens schon der Weg zur Schule in Nebel und Dunkelheit gefährlich.

Seit August ist ein neuer Jahrgang Schulanfänger = Verkehrsanfänger auf den Schulwegen unterwegs. Für sie ist die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ als landesweite Schutzmaßnahme konzipiert.

Es geht darum, zu erkennen, wie wichtig helle Kleidung und reflektierende Materialien für die eigene Sicherheit sind, und dieses Wissen dann praktisch in einem landesweiten Preisausschreiben einzusetzen.

Über die wiederum hohe Rücklaufquote freuten sich bei der Siegerehrung in der  Grundschule-West in Brunsbüttel Vorstandsmitglied Peter Jungjohann und Marktbereichsleiter Harald Sierks von der Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank als Sponsor der Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ und Präsident Gero Storjohann sowie Elisabeth Pier und Karl-Heinz Papenfuß als Vizepräsidenten der Landesverkehrswacht.

 

Der Präsident der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, Gero Storjohann, machte in der Abschlussveran­staltung aber auch klar, dass angesichts der Zahl verunfallter Kinder im Straßen­verkehr diese und andere Verkehrssicher­heitsmaß­nahmen weiterhin nötig seien, auch wenn es insgesamt einen positiven Trend zu weniger Unfällen gebe. Die Anzahl der verunglückten Kinder stieg allerdings 2011 in Schleswig-Holstein um 91 (7,5 %)   auf 1.310 Kinder an. Besonders hoch war der Anstieg bei den unter 6jährigen Kindern, dazu gehören auch die Erstklässler dieses Jahres.

 Für Fußgänger und Radfahrer ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden,nachts etwa 3 x höher als tagsüber. Bei Regen, Schnee und Blendung auf nasser Straße kann sich die Gefahr für Fußgänger bis auf das 10fache erhöhen. Besonders gefährdet sind die Kinder auf Schulwegen im Winterhalbjahr.

„Naturbedingte Defizite von Kindern, die sich in spontanen und unberechenbaren Handlungen zeigen, müssen die Älteren ausgleichen“, mahnte Storjohann. Er appellierte daher an die Eltern, gerade in der dunklen Jahreszeit die Kinder als Verkehrsteilnehmer zweckmäßig hell zu kleiden und die Kinder als Radfahrer nur mit einem verkehrs­sicheren Fahr­zeug auf die Straßen zu lassen, dessen Beleuchtung auch einwandfrei funktioniert.

Augen nehmen nachts Informationen sehr selektiv und verspätet auf – was dunkel ist, wird dabei leicht übersehen.

Wer als Autofahrer Sehschwächen bei fehlendem Tageslicht zeigt, sollte zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer deshalb sein Fahrtempo entsprechend einrichten. Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat könnte hierfür folgende Faustformel gelten: 50 m Sicht = max. 50 km/h. Dies bedeutet, so der LVW-Präsident, ggfls. den Verzicht auf zulässige Höchstgeschwindigkeiten sowohl innerorts als auch außerorts.

 

Die diesjährige Verkehrssicherheitsaktion, die unter dem Dach der Landeskampagne „Sicher kommt an!“ stand, wurde wieder allein von den Volksbanken und Raiffeisenbanken mit 10.000,– € unterstützt. Sie spendeten außerdem für das Preisausschreiben Gewinne in Höhe von 15 x 50,– € für die Klassensieger und 40 x 25,– € für Einzelsieger.