Schafe auf der Weide

37. Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“

Abschlussveranstaltung in Sereetz mit Ziehung der Gewinner

Auch wenn die Witterung noch nicht so ganz winterlich ist – aber spätestens seit der Zeitumstellung auf Winterzeit merkt man die dunkle Jahreszeit: viele Wege müssen nun in der Dunkelheit oder zumindest in der Dämmerung zurückgelegt werden – und oft ist sogar noch zusätzlich Nebel dabei. Während Fahrzeuge beleuchtet fahren, bewegen sich die Fußgänger ohne Lichtquelle und sind daher besonders gefährdet. Gerade für die Kinder im Straßenverkehr wird daher morgens schon der Weg zur Schule in Nebel und Dunkelheit gefährlich.

Seit August ist ein neuer Jahrgang Schulanfänger = Verkehrsanfänger auf den Schulwegen unterwegs. Für sie ist die Aktion „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ als landesweite Schutzmaßnahme konzipiert. Es geht darum, zu erkennen, wie wichtig helle Kleidung und reflektierende Materialien für die eigene Sicherheit sind, und dieses Wissen dann praktisch in einem landesweiten Preisausschreiben einzusetzen.

In der Abschlußveranstaltung in der  Achim-Bröger-Schule in Sereetz, Gemeinde Ratekau, wurden die Klassensieger gezogen – für sie gab es jeweils einen Gutschein über 25,00 € von der LVW. Die Landesverkehrswacht hat daneben für jeweils drei teilnehmende Schulklassen pro Kreis jeweils 50,00 € für die Klassenkasse ausgelobt.

Die diesjährige Verkehrssicherheitsaktion unter dem Dach der Landeskampagne „Sicher kommt an!“ stand  auch in diesem Jahr wieder unter der Schirmherrschaft des Verkehrsministers.

Vizepräsidentin Elisabeth Pier von der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein freute  sich bei der Siegerehrung in Sereetz über die wieder Rücklaufquote beim Wettbewerb. Sie erläuterte aber auch, dass angesichts der Zahl verunfallter Kinder im Straßen­verkehr diese –  und weitere Verkehrssicher­heitsmaß­nahmen –  weiterhin nötig seien, auch wenn es insgesamt einen positiven Trend zu weniger Unfällen gebe.

Das gilt nicht für Unfälle mit Kindern: die Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen Kinder beteiligt waren, stieg im letzten Jahr um 1,4 % auf 1.318. Die Zahl der verunglückten Kinder stieg ebenfalls  auf 1.364 Kinder an. Damit war jeder 11. verunglückte Verkehrsteilnehmer ein Kind. Besonders gefährdet sind dabei die 6-10jährigen: als Fußgänger: hier stieg die Zahl der Verunfallten sogar um 31 % an.

Für Fußgänger und Radfahrer ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, nachts  etwa 3 x höher als tagsüber. Bei Regen, Schnee und Blendung auf nasser Straße kann sich die Gefahr für Fußgänger bis auf das 10fache erhöhen. Besonders gefährdet sind die Kinder auf Schulwegen im Winterhalbjahr. „Naturbedingte Defizite von Kindern, die sich in spontanen und unberechenbaren Handlungen zeigen, müssen die Älteren ausgleichen“, mahnte LVW-Vizeräsidentin Elisabeth Pier. Sie appellierte daher an die Eltern, gerade in der dunklen Jahreszeit die Kinder als Verkehrsteilnehmer zweckmäßig hell zu kleiden und die Kinder als Radfahrer nur mit einem verkehrs­sicheren Fahr­zeug auf die Straßen zu lassen, dessen Beleuchtung auch einwandfrei funktioniert.

Augen nehmen nachts Informationen sehr selektiv und verspätet auf – was dunkel ist, wird dabei leicht übersehen. Wer als Autofahrer Sehschwächen bei fehlendem Tageslicht zeigt, sollte zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer deshalb sein Fahrtempo entsprechend einrichten. Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat könnte hierfür folgende Faustformel gelten: 50 m Sicht = max. 50 km/h. Dies bedeutet, so der Elisabeth Pier, ggfs. den Verzicht auf zulässige Höchstgeschwindigkeiten sowohl innerorts als auch außerorts.

   Die Ziehung der Gewinner in der Achim-Bröger-Schule in Sereetz wurde umrahmt von Darbietungen der 4.Klassenstufe. Freudig verfolgten die Erstklässler die Ziehung, in der 2 Kinder ihrer Schule als Sieger gezogen wurden. Als Dankeschön gab es für alle Kinder einen Weckmann, den einige Kinder dann sofort anbissen.

Für die Schule gab es als Dank für ihre Mühe einen Satz magnetischer Verkehrsschilder für den Verkehrsunterricht.  

 

 

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