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Zentrale Einschulungsveranstaltung in Schönberg

Verkehrssicherheitsaktion für Erstklässler

„Das kleine Zebra auf dem Schulweg“

 

 

 

 

 

 

 

 

Erwartungsvoll mit Schultüte und neuem Ranzen folgten heute 63 Schulanfänger in der Grundschule Schönberg der Einschulungsveranstaltung und hatten anschließend die erste Unterrichtsstunde ihres Schullebens. Dabei machten sie die Bekanntschaft mit dem „kleinen Zebra auf dem Schulweg“ – ein Verkehrserzieher im Zebrakostüm stimmte sie auf die Verkehrserziehung in der Schule ein. Alle Schulanfänger erhielten von der Landesverkehrswacht ein kleines Plüsch-Zebra, das die Kinder in den nächsten Wochen begleiten und zu richtigem Verhalten im Straßenverkehr hinführen wird.
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Wichtiger als das Plüsch-Zebra ist aber die Verkehrserziehung, für die das Zebra als Signalfigur steht: Spielerisch werden die Kinder mit typischen Verkehrssituationen konfrontiert und richtiges Verhalten wie nebenbei erlernt.
Die neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Erstklässler wurden bereits vor den Sommerferien in Fortbildungsveranstaltungen mit dem Material vertraut gemacht.
 
Stellvertretend für alle Schulanfänger in Schleswig-Holstein erhielten die Erstklässler in Schönberg die Verkehrserziehungsmaterialien „Das kleine Zebra auf dem Schulweg“ während der feierlichen Einschulungsveranstaltung von Lothar Lamb, Präsident der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein, in Anwesenheit politischer Prominenz überreicht.
Bereits vor den Sommerferien an die Eltern der Schulanfänger ausgegeben wurde die zugehörige Elternbroschüre „Weil Kinder keine Bremse haben“, die den Eltern wertvolle Tipps und Hilfen für einen sicheren Schulweg ihrer Kinder gibt.
 
Für rund 26.000 Schulanfänger beginnt in diesen Tagen in Schleswig-Holstein der Ernst des Lebens und der besteht nicht nur darin, früh aufzustehen und pünktlich in der Schule zu sein. Er besteht wesentlich auch darin, sich im Abenteuer „Straßenverkehr“ richtig zu verhalten um heil zur Schule und zurück zu kommen.
Die kleinen Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger und bewegen sich noch unsicher im Straßenverkehr. Sie können Entfernung und Geschwindigkeit eines Fahrzeugs nicht richtig einschätzen. Sie sind leicht zu übersehen und können selbst nicht über parkende Autos hinwegschauen. Zudem lassen sich Kinder leicht ablenken.
 
Trotz aller Gefahren ist es jedoch wichtig, dass Kinder lernen, den Weg zur Schule oder nachmittags zu Freunden selbst zu bewältigen. Denn jeder selbst gemeisterte Weg bringt wichtige Erfahrungen mit sich und schult das eigene Verkehrsverhalten. Um Gefahren vorzubeugen, sollten Eltern bereits vor der Einschulung mit ihrem Nachwuchs das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben.
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„Spätestens wenn die Kinder in die Schule kommen müssen auch die Eltern ihre Hausaufgaben machen: der sicherste Weg zur Grundschule sollte schon vorher gemeinsam mit dem Kind festgelegt und bereits vor der Einschulung eingeübt werden. Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Dabei sollen vor allem Gefahrenschwerpunkte wie verkehrsreiche Kreuzungen und unübersichtliche Straßen vermieden werden“, betonte Lamb.
 
Mitverantwortlich für die Verkehrssicherheit der Schulkinder, so Lamb, seien die Erwachsenen, die die Straßenräume planen und gestalten, den Verkehr organisieren, ihn aber auch dominieren. Kinder kämen dabei noch zu oft unter die Räder. Der Kern seiner Botschaft an die Fahrzeuglenker lautete deshalb: „Gerade in Wohngebieten und in der Nähe von Schulen: Geschwindigkeit senken, bremsbereit und rücksichtsvoll sowie Vorbild in regelkon­formem Verhalten sein“.
 
Trotz positiver Entwicklungen bei der Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern in den letzten Jahren ist die Zahl der verunglückten Kinder mit 1.400 immer noch zu hoch. Im letzten Jahr wurden sogar ein Kind als Fußgänger, zwei Kinder als Radfahrer und drei Kinder als Mitfahrer in einem Fahrzeug getötet. Die Aktion „Das kleine Zebra“ ist daher weiterhin dringend notwendig.
 
Insgesamt wendet die Landesverkehrswacht für die Aktion 37.000 € auf, die von den Sparkassen mit 25.000 € und vom Verkehrsministerium im Rahmen der Landes­kampagne „Sicher kommt an!“ mit 12.000 € getragen werden. Präsident Lamb dankte für deren Unterstützung ebenso wie den in die Aktion eingebundenen 15 Kreisfachberater für Verkehrserziehung bei den Kreisschulämtern, der organisatorisch eingebundenen Polizei sowie den Lehrkräften an den Schulen, die mit den Kindern üben werden.