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An jedem
Schultag sind in Schleswig-Holstein rd. 2.800 Schülerlotsen im Einsatz, um die
Schulwege der kleineren Kinder sicherer zu machen. Jungen und Mädchen stehen
mit ihren Winkerkellen am Straßenrand und helfen beim Überqueren der Straße.
Sie stehen an ungesicherten Stellen ebenso wie an Zebrastreifen oder
ampelgeregelten Übergängen,
wo der Verkehr
befürchten lässt, dass es vor Beginn oder nach Schluss des Schulunterrichts zu
kritischen Situationen kommen könnte.
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Seit wann
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Die Idee des
Schülerlotsendienstes stammt aus den USA; dort kam es schon Ende der
20erJahre zur Gründung von „School Safety Patrol Services“. Im Gefolge des
zweiten Weltkrieges brachten dann amerikanische Besatzungstruppen den
Schülerlotsengedanken nach Deutschland. Schon Ende der 20er Jahre gab es in
Deutschland an einigen Schulen für stark befahrene Straßen Abschrankungen und
Ordnungsschüler, die diese beaufsichtigten. Weitere Versuche, den Schulweg
vor allem für kleinere Kinder nach amerikanischem Schülerlotsenvorbild
sicherer zu machen, folgten dann 1948 in Kornwestheim, 1951 in Köln, 1952 in
Düsseldorf und 1953 in Hamburg.
Die
bundesweite Einführung des Schülerlotsendienstes in Deutschland wurde am
14.01.1953 vom damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Ing. Hans Christoph
Seebohm auf einer Pressekonferenz in Bonn bekannt gegeben. Diesen
bundesweiten Start des Schülerlotsendienstes hatten die Ford-Werke AG in Köln
ermöglicht, deren damaliger Generaldirektor Erhard Vitger 300.000,-- DM für
den Schülerlotsendienst zur Verfügung gestellt hatte. Die Bundesverkehrswacht
(wie der Dachverband der Verkehrswachten damals hieß), präzisierte
gleichzeitig das zur Ausrüstung jedes Schülerlotsen eine Mütze, ein weißer
Leibriemen mit Koppelschloss und Schulterbandoliere, eine rot-weiße Kelle und
ein Patrouillenbuch gehören. Seitdem sorgen die Verkehrswachten dafür, dass
die Schülerlotsen die notwendige Ausrüstung erhalten. Über rund drei
Jahrzehnte hinweg wurden dann die Schülerlotsenausrüstungen vom
Bundesverkehrsminister finanziert. Als in den 80er Jahren hier Kürzungen ins
Haus standen, sprang wieder Ford ein. Seit 1991 unter- stützt der Verband der
Automobilindustrie VdA die Verkehrswachten bei der Ausrüstung der
Schülerlotsen.
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Was
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Der
Schülerlotsendienst ist ein zuverlässiges und erfolgreiches Element der
Verkehrssicherheit in Deutschland geworden. An den mit Schülerlotsen
gesicherten Überwegen gab es bis heute nicht einen einzigen Unfall mit
tödlichem Ausgang.
Die wichtigste
Aufgabe des Schülerlotsen ist es, jüngere und unerfahrene Mitschüler über
die Straße zu führen und ihren Schulweg an gefährlichen Stellen zu sichern.
Schülerlotsen sind keine Polizisten: Sie dürfen weder Verstöße gegen die
Straßenverkehrsordnung ahnden noch regelnd in den fließenden Verkehr
eingreifen. Schülerlotsen müssen zum Überqueren der Fahrbahn eine
ausreichende Lücke im Straßenverkehr abwarten. Sie geben die Absicht, dass
Schüler die Fahrbahn überqueren wollen, durch die Winkerkelle rechtzeitig und
unmissverständlich bekannt und führen danach die Schüler, möglichst in
Gruppen, über die Fahrbahn.
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Wie
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Beim
Schülerlotsendienst wirken drei Institutionen zusammen:
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die
Schule,
-
die
Polizei
-
und
die Verkehrswacht
Die Schule ist
für den gesamten administrativen Bereich zuständig, die Polizei übernimmt die
Ausbildung bzw. die Anleitung und die Verkehrswacht stellt die Ausrüstung zur
Verfügung.
Die Schüler
werden durch Polizeibeamte zum Schulweglotsen ausgebildet und über die
wichtigsten Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung sowie über ihr Verhalten
im Straßenverkehr unterrichtet. Auch ein praktischer Teil am Einsatzort
sowie eine Abschlussprüfung gehören dazu. Danach verrichten sie jeweils zu
zweit ihren Dienst. Die Einsatzzeiten und –orte dafür werden in Absprache mit
der Schule festgelegt. Nach bestandener Prüfung erhalten die Schülerlotsen
eine nach Sicherheitskriterien gestaltete Dienstkleidung, eine orange Weste,
eine orange Schirmmütze und eine Winkerkelle.
Der
Schülerlotse bekommt nach der erfolgreichen Ausbildung eine
Dienstübernahmeurkunde. Die Tätigkeit als Schülerlotse wird im Zeugnis
eingetragen. Dabei hat sicher herausgestellt, dass zukünftige Arbeitgeber
eine solche Tätigkeit sehr positiv bewerten, weil sie Teamgeist und soziale
Kompetenz nachweisen. Nach Ablauf der Tätigkeit bekommt jeder Schülerlotse
eine offizielle Dankesurkunde und ein kleines Dankeschön.
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Wer
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Schülerlotsen
übernehmen Verantwortung für andere. Sie müssen daher zuverlässig sein und
ihren Dienst pflichtbewusst verrichten. Die jugendlichen Schülerlotsen werden
von den Lehrern mit Zustimmung der Eltern ausgewählt. Sie müssen mindestens
13 Jahre alt sein und die siebte Klasse mindestens besuchen. Die Teilnahme am
Schülerlotsendienst ist freiwillig.
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Wann
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Der
Schülerlotsendienst kann von der Schulleitung, dem Elternbeirat oder der
Schülervertretung vorgeschlagen werden. Auch die örtliche Verkehrswacht,
Polizeidienststellen oder Straßenverkehrsbehörde kann – auch auf Anregung von
Eltern und Schulen – aktiv werden. Bei einer solchen Initiative ist ihnen die
Landesverkehrswacht und / oder die örtliche Verkehrswacht gerne behilflich.
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Kosten / Förderung
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Kosten
entstehen für die Schülerlotsen und die Schulen nicht.
Die Schülerlotsenausrüstung
ist für alle Schüler in ganz Deutschland kostenlos und kann über die
Landesverkehrswachten bestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler sind im
Rahmen ihrer Tätigkeit gesetzlich versichert.
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Wettbewerb
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Um den
Schülerlotsen öffentliche Aufmerksamkeit zu geben, veranstaltet die Deutsche
Verkehrswacht mit Unterstützung des VdA jährlich einen Bundeswettbewerb der
Schülerlotsen. Zunächst wird auf Landesebene der beste Schülerlotse
ermittelt. Die Anforderungen für diesen Landeswettbewerb werden von den
Landesverkehrswachten für ihr Land festgelegt. Die 16 Landessieger nehmen
dann in der Regel im Spätherbst am Schülerlotsenwettbewerb auf Bundesebene
teil.
Sie waren bei
den Schülerlotsen-Wettbewerben der vergangenen Jahre in Schleswig-Holstein
erfolgreich:
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Jahr
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Name
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Kreis
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Schule
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2001
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Daniel
Ollech
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Schleswig-Flensburg
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Lornsen-Schule,
Schleswig
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2002
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Hinrich
Möller
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Pinneberg
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Gymnasium
Barmstedt
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2003
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Kathrin
Behncke
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Pinneberg
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Gymnasium
Barmstedt
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2004
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Annika
Behncke
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Pinneberg
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Gymnasium
Barmstedt
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2005
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Jana
Petersen
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Flensburg
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Realschule
Jens Jessen
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2006
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Tina
Schröder
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Steinburg
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RGH
Schenefeld
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