Home arrow Presse arrow Innenminister soll Umstrukturierungen überdenken
Innenminister soll Umstrukturierungen überdenken

Landesverkehrswacht fordert den Innenminister auf, die geplanten Umstrukturierungen bei der Landespolizei zu überdenken

 
Die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein hat erhebliche Bedenken gegen die Kürzung der Präventitionsarbeit der Polizei in Schulen und Kindergärten. Der Präsident der Landesverkehrswacht, Schulrat a. D. Lothar Lamb (68) Schönberg, unterstreicht den Satz von Innenminister Klaus Schlie „das Wünschenswerte muss hinter das Notwendige zurücktreten“. Es stellt sich aber die Frage, ob die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr nur noch wünschenswert und nicht mehr notwendig ist!? Im Jahr 2009 sind 1.373 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr in Schleswig-Holstein verunglückt, vier davon leider tödlich. Seit 2005 ist ein leichter Rückgang der verunglückten und getöteten Kinder im Straßenverkehr in Schleswig-Holstein zu verzeichnen. Dieser Rückgang - so Lamb - ist auch der intensiven Präventitionsarbeit vieler engagierter Polizeiverkehrslehrer in Schulen und Kindergärten zu verdanken. Es darf nicht angehen, dass aus Kostengründen das Leben und die Gesundheit von Kindern und anderer Verkehrsteilnehmer nur noch als wünschenswert angesehen wird. Leben und Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen, dieses gilt es, mit allen Möglichkeiten zu schützen.
Präsident Lothar Lamb: Ich kann nicht einsehen, dass die Zuschauer bei Sportveranstaltungen geschützt werden sollen, während gerade Kinder mit den Problemen des Straßenverkehrs allein gelassen werden. Kinder sind für die Gefahren im Straßenverkehr nicht verantwortlich! Die Politik darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen! Es ist der Bevölkerung durchaus zuzumuten, dass auf einige Polizeistreifen zugunsten der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr verzichtet wird.