Schülerlotsen 2013

Landeswettbewerb in Schacht-Audorf

Der beste Schülerlotse Schleswig-Holsteins kommt in diesem Jahr aus dem Kreis Ostholstein: Benedikt Winter von der Arnesboken-Schule Ahrensbök wird das Land beim Bundeswettbewerb vertreten und tritt  Ende September in Bremen gegen die Sieger das anderen Bundesländer an. Auch der  2. Sieger kommt von derselben Schule: Jan Bubert mußte sich ganz knapp geschlagen geben. Der 3. Platz ging an Lena Bölter aus dem Kreis Pinneberg.

„Nicht nur in Bundesliga oder Weltmeisterschaften im Sport, sondern auch hier in Schacht-Audorf werden in einem Wettkampf aus den Besten noch einmal Sieger ermittelt – zwar ohne Tore und Weltrekorde, aber dafür mit viel Wissen und Erfahrung im Straßenverkehr. Diese Sieger stehen stellvertretend für alle, die als Jugendliche schon selbst Verantwortung übernehmen für ihre jüngeren Mitschüler auf deren Schulweg. Daher gibt es heute Sieger – die Gewinner sind jedoch alle Kinder, die dank der Schülerlotsen sicher über die Straßen kommen“, eröffnete Elisabeth Pier, Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein.

In Schacht-Audorf trafen sich am 29. August 2013 die Schülerlotsen zum 30. Schülerlotsen-Landeswettbewerb. Es kamen die jeweils zwei  Besten der Stadt- und Land­kreise von rd. 1500 Schülerlotsen im ganzen Land, deren persönliche Betreuer vor Ort die Polizeiverkehrslehrer sind. „Wir führen diese Wettbewerbe durch zur Sicherung eines anerkannt hohen Leistungs­niveaus“, betont dazu die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier,  und weist darauf hin, dass die Tätigkeit der Schülerlotsen für das Berufsleben in einer immer schwierigeren Arbeitswelt auch wertvolle charak­terliche Eigenschaften wie Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit und partnerschaftliches Handeln aus­bildet.

Die Idee der Schülerlotsen stammt ursprünglich aus den USA. In Deutschland wurde der Schülerlotsendienst 1953 bundesweit eingeführt und hat sich seitdem als zuverlässiges und erfolgreiches Element der Verkehrssicherheitsarbeit bewährt. Schülerlotsen überwachen den Verkehr an besonders gefährlichen Stellen in der Umgebung von Schulen und helfen den Schulkindern, diese zu überqueren. Seit inzwischen 60 Jahren engagieren sich in Schleswig-Holstein Schülerlotsen, um Schulwege sicherer zu machen. Zum Schulanfang helfen sie den Erst­klässlern. „Sie leisten damit täglich bei Wind und Wetter, unspektakulär aber äußerst erfolgreich, ehrenamtlichen Dienst am Nächsten“, betont Vizepräsidentin Pier.

An der positiven Unfallentwicklung der Kinder in den letzten Jahren in Schleswig-Holstein haben Schülerlotsen nach der Überzeugung der Verkehrswachtorganisation ihren Anteil. Mit 1.279 insgesamt verunglückten Kindern (bis 15 Jahre) blieb diese Zahl allerdings immer noch zu hoch. Die Zahl der Unfälle ging um 5,1 % auf 1.201 zurück. „Bemerkenswert ist, dass schon seit vielen Jahren kein einziger Unfall dort passiert, wo Schülerlotsen ihren Dienst tun. Das alleine beweist schon die Wichtigkeit des Ehrenamtes „Schülerlotse“, das rund 1500 Jugendliche in Schleswig-Holstein übernommen haben“, führt die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier,  zu der Bedeutung des heutigen Schülerlotsendienstes weiter aus.

In diesem Jahr belegten in dem Wettbewerb die ersten drei Plätze:

 

Name

Schule

Kreis

1.

Benedikt Winter

Arnesboken-Schule Ostholstein

Ostholstein

2.

Jan Bubert

Arnesboken-Schule Ostholstein

Ostholstein

3.

Lena Bölter

Gymnasium Barmstedt

Pinneberg

 Benedikt Winter vertritt Schleswig-Holstein beim Bundesentscheid, bei dem sich die Besten der insgesamt aktiv tätigen ca. 50.000 Schülerlotsen al­ler Bundesländer Ende September in Bremen zur Ermittlung eines Bundessiegers oder einer Bundessiegerin treffen.

Der diesjährige Schüler­lotsen­wettbewerb wird im Rahmen der Aktion „Sicher kommt an“ vom Verkehrs­ministerium des Landes Schleswig-Holstein gefördert und unterstützt von der Kreisverkehrswacht Rendsburg,  den Polizeiverkehrslehrern und den Kreisfachberatern für Verkehrserziehung bei den Kreis­schulämtern.