Landeswettbewerb in Flensburg
„Nicht nur in Bundesliga oder Fußball-EM, sondern auch hier in Flensburg werden in einem Wettkampf aus den Besten noch einmal Sieger ermittelt – zwar ohne Tore und Weltrekorde, aber dafür mit viel Wissen und Erfahrung im Straßenverkehr. Diese Sieger stehen stellvertretend für alle, die als Jugendliche schon selbst Verantwortung übernehmen für ihre jüngeren Mitschüler auf deren Schulweg. Daher gibt es heute Sieger – die Gewinner sind jedoch alle Kinder, die dank der Schülerlotsen sicher über die Straßen kommen“, eröffnet Elisabeth Pier, Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein.
In Flensburg treffen sich am 09. Mai 2012 auf Einladung der Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein die Schülerlotsen zum 29. Schülerlotsen-Landeswettbewerb. Es kommen die jeweils zwei Besten der Stadt- und Landkreise von rd. 2000 Schülerlotsen im ganzen Land, deren persönliche Betreuer vor Ort die Polizeiverkehrslehrer sind.
Nach dem theoretischen Test ging es bei der Praxis um die richtige Einschätzung von Geschwindigkeiten und Anhalteweg von verschiedenen Fahrzeugen und Geschwindigkeiten. Beeindruckt von den Leistungen der Schülerlotsen zeigte sich dabei auch Meike von Nauman von der VR Bank Flensburg-Schleswig eG, die als Sponsor den Tag mitfinanzierte.
„Wir führen diese Wettbewerbe durch zur Sicherung eines anerkannt hohen Leistungsniveaus“, betont dazu die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier, und weist darauf hin, dass die Tätigkeit der Schülerlotsen für das Berufsleben in einer immer schwierigeren Arbeitswelt auch wertvolle charakterliche Eigenschaften wie Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit und partnerschaftliches Handeln ausbildet.
Die Idee der Schülerlotsen stammt ursprünglich aus den USA. In Deutschland wurde der Schülerlotsendienst 1953 bundesweit eingeführt und hat sich seitdem als zuverlässiges und erfolgreiches Element der Verkehrssicherheitsarbeit bewährt. Schülerlotsen überwachen den Verkehr an besonders gefährlichen Stellen in der Umgebung von Schulen und helfen den Schulkindern, diese zu überqueren.
Seit über 50 Jahren engagieren sich in Schleswig-Holstein Schülerlotsen, um Schulwege sicherer zu machen. Zum Schulanfang helfen sie den Erstklässlern. „Sie leisten damit täglich bei Wind und Wetter, unspektakulär aber äußerst erfolgreich, ehrenamtlichen Dienst am Nächsten“, betont Vizepräsidentin Pier.
Auch wenn die Zahl der Unfälle nach einem historischen Tiefstand 2010 im letzten Jahr wieder leicht stieg, haben wir die Überzeugung: an der positiven Unfallentwicklung mit Kindern in den letzten Jahren in Schleswig-Holstein haben Schülerlotsen ihren Anteil. Mit 1.266 Unfällen mit Kinderbeteiligung in Schleswig-Holstein und den 1.310 insgesamt verunglückten Kindern (bis 15 Jahre) blieb diese Zahl allerdings immer noch zu hoch.
„Bemerkenswert ist, dass schon seit vielen Jahren kein einziger Unfall dort passiert, wo Schülerlotsen ihren Dienst tun. Das alleine beweist schon die Wichtigkeit des Ehrenamtes „Schülerlotse“, das rund 2800 Jugendliche in Schleswig-Holstein übernommen haben“, führt die Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht, Elisabeth Pier, zu der Bedeutung des heutigen Schülerlotsendienstes weiter aus.
Nach der Arbeit gab es das Vergnügen: ein Ausflug nach Dänemark mit Grillen auf den Ochseninseln überbrückte die Zeit der Auswertung.
In diesem Jahr belegten in dem Wettbewerb die ersten drei Plätze:
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Geeske Sprenger – Goethe Schule, Flensburg
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Steffen Peters – Friedrich-Hebbel-Schule Wesselburen, Kreis Dithmarschen
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Andrea Meyer – Gemeinschaftsschule Viöl, Kreis Nordfriesland
Geeske Sprenger vertritt Schleswig-Holstein beim Bundesentscheid, bei dem sich die Besten der insgesamt aktiv tätigen ca. 50.000 Schülerlotsen aller Bundesländer im Herbst 2012 zur Ermittlung eines Bundessiegers oder einer Bundessiegerin treffen.
Der diesjährige Schülerlotsenwettbewerb wird im Rahmen der Aktion „Sicher kommt an“ vom Verkehrsministerium des Landes Schleswig-Holstein gefördert und unterstützt von den Polizeiverkehrslehrern und den Kreisfachberatern für Verkehrserziehung bei den Kreisschulämtern.




